FIBO 2015: Fachmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit

Die FIBO ist die weltweit größte Fachmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, die im jährlichen Turnus stattfindet. Gegründet wurde die FIBO 1985 in Köln, wechselte den Standort von 1991 bis 2012 nach Essen und wird seit 2013 wieder auf der Köln Messe veranstaltet. Schon witzig, wenn man an die Anfänge zurück denkt – die erste Veranstaltung hatte 69 Aussteller und zählte ungefähr 10.000 Besucher. Heute kann die FIBO andere Zahlen vorweisen: rund 700 Ausstellern und 116.000 Besucher. Nicht schlecht!

Doch was bedeutet FIBO? Fitness Boom? Fitness Boerse?

Nein! Die Buchstaben FIBO stehen für zwei Begriffe: Fitness und Bodybuilding. Das kommt daher, dass die FIBO ursprünglich eine Messe für Bodybuilder war. Seit 1985 hat sich dann aber (glücklicherweise) die Ausrichtung etwas verändert… und mittlerweile zählt die FIBO zur weltweit wichtigsten ihrer Branche zählt.

2005 wurde die Messe aufgeteilt in die zwei Bereiche FIBO und FIBO POWER. Letzteres befasst sich mit den Schwerpunkten Bodybuilding, Kraft- und Kampfsport, wobei sich Ersteres auf die Themen Fitness, Wellness und Gesundheit fokussiert. Seit 2009 übernimmt der Themenbereich Gesundheit eine zunehmend wichtigere Rolle, der von der Messegesellschaft als FIBOmed bezeichnet wird.

Dieses Jahr fand die FIBO vom 09. bis 12. April in Köln statt. Ich bin gemeinsam mit meiner Kollegin Caro am Donnerstag um 6.25 Uhr in den Flieger gestiegen – der voll von Sportlern war – sodass wir pünktlich um 9 Uhr zum Messebeginn an den Eingangstoren standen. Und dann ging es los… 9 Stunden, 7 Hallen, unzählige Aussteller, neue (Fitness-) Trends, Geräte und Equipment. Ein Event der Superlative. Ich bin froh, dass ich an einem der beiden Fachbesucher-Tage da war. Denn schon da war es sehr voll. Ich will gar nicht wissen, wie es am Wochenende aussah…

Doch was kann ich berichten? Neben vielen interessanten Gesprächen, innovativen Produkten und neuen Firmen am Sport-Himmel lassen sich zwei große Trends erkennen:

1. Back to the basics with Functional Training!

Trainiere draußen, an und auf den Bäumen, benutze Dein eigenes Körpergewicht und eventuell etwas Equipment.

Eine „neue“ Sportart – oder besser gesagt – ein neuer Trend in diesem Bereich kommt aus Amerika: das sogenannte Barre. In New York sollen alle ganz verrückt danach sein. Hierbei handelt es sich um einen freistehenden, höhenverstellbaren Barren, an dem Ballett- sowie Ganzkörperübungen gegen und am dem Barren gemacht werden können. Eine schöne Sache wie ich finde, allerdings ist das nichts Neues sondern Ballett wird lediglich salonfähig gemacht.

Auch das Surfbrett und die Slackline werden nun fitnessstudiokompatibel gemacht, wodurch neue Trainingsreize gesetzt und der Spaßfaktor gesteigert werden sollen. Hierfür haben sich Österreicher und Deutsche was Neues einfallen lassen, was an sich eine coole Sache ist, allerdings kosten die Geräte nicht gerade wenig und auch Stauraum ist notwendig. Da frage ich mich, ob wir wirklich immer wieder was Neues brauchen oder ob unser eigener Körper nicht vollkommen ausreicht?

Zwei grüne Schwungringe namens smovey, die mit freilaufenden Stahlkugeln versehen sind, und die man – wie es der Name vermuten lässt – umher schwingt und irgendwie witzig aussehen, haben mein Interesse erweckt und so habe ich mir das Ganze etwas näher angeschaut. Diese Ringe sollen wohl eine positive Wirkung auf den gesamten Körper haben –Stimulation sämtlicher Meridianpunkte (Handreflexzone), Verbesserung der Core Muskulatur und Koordinationsfähigkeit von Bewegungsabläufen sowie ein gelenkschonendes Training im Wasser, um nur einige der Vorteile zu nennen. Klingt erstmal super wie ich finde. Den Reality-Check müsste ich dann mal machen.

2. Den zweiten großen Trend nenne ich mal Fitness für Faule. 

Oder: wie schaffe ich es in möglichst wenig Zeit möglichst viel aus mir und meinen Muskeln rauszuholen?

Diese scheinbare Effizienzsteigerung kann durch Zusatzgeräte wie Vibrationsplatten oder Muskelstimulationsgeräte (EMS) erreicht werden. Klar, das klingt verlockend. Fraglich ist nur, inwieweit das gut für unseren Energiefluss und unser inneres Gleichgewicht ist.

Neben diesen beiden Trends ist der Technologie-Hype weiterhin nicht aufzuhalten. Technische Lösungen ermöglichen die bessere Trainingskontrolle und -überprüfung sowie den Spaßfaktor beim gemeinsamen Trainieren in einer größeren Gruppe. So zum Beispiel der italienische Sensor namens BEAST, mit dem man seine Bewegungen via App und Web Portal dokumentieren und analysieren kann.

Für das Gruppentraining hat sich die dänische Firma Suunto die technische Lösung iQniter Cardio Training ausgedacht, bei der jeder Teilnehmer mit einem Sensor-Brustgurt ausgestattet wird, sodass Herzfrequenz und verbrannte Kalorien am großen Bildschirm abgebildet werden können. So kann jeder Teilnehmer überprüfen ob er/ sie in der richtigen Trainingszone ist und zusätzlich wird der Wettkampfinstinkt geweckt und Sportler dadurch zu höheren Leistungen gebracht.

Für Personal Trainer und Fitness-Studio gibt es eine Vielzahl an intelligenten Software-Lösungen, um die Mitgliederverwaltung und -betreuung noch besser und effizienter gestalten zu können. So zum Beispiel die Cloud Software Evolution Fit aus Italien, TopInForm aus Österreich, medo.check aus Deutschland oder das neue Berliner Startup Pro Booking, wodurch Terminkoordinierung nicht nur einfacher sondern auch kostengünstiger wird.

Und was ich unbedingt selber ausprobieren möchte: vitalmonitor von Pulse7 aus Österreich. Hierbei handelt es sich um einen mobilen Vital-Sensor, mit dem die körperliche Regeneration, das Stresslevel und das BioAge gemessen werden. Auf Grundlage dieser Ergebnisse kann das Training darauf ausgerichtet werden.

So, das war ein kurzer und prägnanter Überblick über die diesjährige FIBO. Wer Fragen oder Anregungen hat, nur zu. Ich freue mich über eure Rückmeldungen!

Stay shaped. Be happy.

Luna Jalda Life Coach

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